Wo kommen die Daunen aus den Daunenbetten her?

Daunenbetten sind ein natürliches Produkt. Das klingt zunächst toll, bedeutet aber gleichzeitig, dass Lebewesen involviert sind. Darüber machen sich jedoch viele keine Gedanken, solange der Preis stimmt. Dass sich das ändern muss, zeigt die Herkunft vieler verarbeiteter Daunen.

Viele Hersteller nutzen nicht nur Daunen aus Deutschland, sondern importieren Daunen aus vielen Regionen der Welt. Ein guter Hersteller achtet dabei immer darauf, dass die Daunenbetten mit Daunen gefüllt sind, die ohne Tierquälerei geerntet wurden. Das bedeutet, dass die Daunen und Federn nur von bereits geschlachteten Tieren stammen – oder in Fall der Eiderdaune aus bereits verlassenen Nestern gesammelt werden.

Selbstverständlich hat das seinen Preis, doch nach einem Blick auf andere Erntemethoden, sollte jeder bereit sein, diesen zu zahlen. Weniger streng kontrollierte und nicht zertifizierte Hersteller setzen auf den meist lukrativeren Lebendrupf. Dabei werden Gänse und Enten bei lebendigem Leibe ihrer Daunen entledigt, was im Laufe eines Tierlebens bis zu sieben Mal geschehen kann. Die Schmerzen, die Tiere dabei erleiden, ist vergleichbar mit dem Herausreißen von Haaren.

Die Rechtslage in Deutschland

In Deutschland ist Lebendrupf verboten, doch viele Unternehmen importieren Daunen einfach aus anderen Ländern. Das ist immer noch möglich, da es diesbezüglich keine konkreten Gesetze und Regelungen gibt.

Eine andere legale Alternative ist der Mauserrupf – hier muss die Ernte auf die Mauser der Tiere abgestimmt werden, was durch den Aufwand nur von sehr wenigen tatsächlich gemacht wird. Die ohnehin losen Daunen können so weitestgehend schmerzfrei entfernt werden.

Damit sich die Lage ändert, müssen Verbraucher besser darauf achten, welche Produkte sie kaufen. Einheitliche Siegel gibt es zwar noch nicht, doch einige Hersteller können durch regelmäßige Kontrollen und eine faire Bezahlung garantieren, dass ihre Daunenbetten ohne den Einfluss von Tierquälerei produziert werden.