Die weitere Entwicklung der Tissot Herrenuhr vom Barock bis zur Moderne

Durch die Einführung der Uhrengehäuse gewann die gestalterische Darstellung und der repräsentative Charakter der Uhren immer mehr an Bedeutung, was sie zu einem Schmuckstück machte. Hierbei waren insbesondere kunstvolle Figuren und Tiermotive beliebt. Viele dieser Stücke entstammten den Produktionsstätten in Augsburg und Nürnberg, die zahlreiche edle Entwürfe wie die Tissot Herrenuhr hervorbrachten.

Die Erfindung des Pendels war eine revolutionäre Entdeckung in Sachen der wissenschaftlichen Chronometrie und legte den Grundstein für den Bau von präzisen Uhren. Dadurch wurde um 1860 von William Clement die erste Großuhr angefertigt. Im Gegensatz zur ursprünglich verwendeten Räderuhr erreichte diese eine Präzision von durchschnittlich wenigen Sekunden Gangabweichung pro Tag. Somit wurden viele Gangregler alter Uhren durch Pendel ersetzt. Außerdem wurde ein allgemeiner Minutenzeiger eingeführt.

Die Pendeluhr ebnete den Weg für eine zuverlässige Zeitbestimmung

Insbesondere in England und den Niederlanden wurde das Handwerk der Uhrmacherei in weiter Verbreitung ausgeübt. Dadurch entstanden jeweils landestypische Uhrenarten, wie die Haagse Klok, die Friesischen Uhren und die Stoelkloks. In England entstanden mit der Verwendung der Ankerhemmung und des Pendels zudem die ersten Bodenstanduhren, welche Grandfather Clocks genannt wurden. In Deutschland wurde die Bedeutung des Pendels jedoch jahrelang verkannt: Dadurch verloren die renommierten Zentren der Uhrmacherei Augsburg und Nürnberg ihre führende Rolle.

In der heutigen Zeit existieren Uhren in nahezu jeglicher Form und haben sowohl den Charakter eines Schmuckstücks, als auch eine hohe Funktionalität. Modische Accessoires sind zumeist Armbanduhren wie die Tissot Herrenuhr oder multifunktionale Smartuhren wie die Apple Watch. Aber auch antike Standuhren sind für rustikale Einrichtungen nach wie vor beliebt.